Wissensorientierung

Fähigkeit, ausgehend vom neuesten Wissensstand zu handeln

Kompetenzbegriff:

Identifikationsmerkmale und Kurzcharakteristika der Kompetenzkombinationen

Erweitert und vervollkommnet kontinuierlich das Wissen über die eigenen Tätigkeiten in der Arbeitsgruppe, im Unternehmen, am Markt...
Setzt ein gefestigtes Normen- und Wertwissen als regulatives Wissen ein
Stellt sich mit der Kraft der eigenen Persönlichkeit hinter das nach außen hin vertretene Wissen
Vertritt die daraus abgeleiteten Handlungsvorschläge

Erläuterungen:

Begriffsbestimmungen und Begriffsumfänge der Kompetenzkombinationen

Wissensorientierung ist die in der Persönlichkeit gegründete Fähigkeit, die im Gedächtnis fixierten handlungsregulierenden und handlungsrechtfertigenden Kenntnisse über die Beschaffenheit der für die Tätigkeit in der Arbeitsgruppe, im Unternehmen, am Markt… notwendigen Sachverhalte (Faktenwissen), sowie über die notwendigen Prozeduren, Vorgehensweisen, Strategien, Fertigkeiten ... kontinuierlich auf dem Laufenden zu halten und zu erweitern. Die Wissensorientierung richtet sich dabei nicht nur auf das explizite, d. h. das klar fassbare und kommunizierbare Wissen, sondern auch auf das „schweigende“ Wissen und das „implizite“ Wissen, das im Handeln als Erfahrung zur Verfügung steht, aber nicht vollständig explizierbar ist. Dieses schließt Normen- und Wertwissen ein. Es geht damit nicht nur um die Orientierung auf Sachwissen, sondern auch um regulativ wirksames Wissen, um Handlungswissen, das die Regulation von Tätigkeiten, Handlungen und Operationen erst in seiner Gesamtheit ermöglicht.

Kompetenzübertreibungen:

Alle aufgeführten Überziehungen sind – erweiterbare – Beispiele

Meint „Wissen ist Macht“; verabsolutiert Sach- und Fachwissen gegenüber dem Wertwissen und der emotionalen Intelligenz...