Verständnisfähigkeit

(vormals Verständnisbereitschaft)
Fähigkeit, andere zu verstehen und sich verständlich zu machen

Kompetenzbegriff:

Identifikationsmerkmale und Kurzcharakteristika der Kompetenzkombinationen

Eignet sich ausdauernd, sensibel und offen fremde Wissens- und Wertbestände an
Kommuniziert die eigenen Erfahrungen und Einsichten nachvollziehbar und einsichtig und hört anderen gut zu
Versteht unterschiedliche ethnische, kulturelle und religiöse Werthintergründe
Schafft ein angstfreies, gegenseitiges Verstehen förderndes Diskussionsklima, und setzt sich besonders bei problemträchtigen Unternehmensmaßnahmen für das Verständnis aller betroffenen Mitarbeiter ein

Erläuterungen:

Begriffsbestimmungen und Begriffsumfänge der Kompetenzkombinationen

Verständnisfähigkeit bezeichnet hier die Disposition, fremde Wissensbestände, Werte und Verhaltensweisen analysieren und verstehen und die dabei gewonnenen Erfahrungen sozial kommunizieren zu können. Das umfasst sachliche Fakten, organisatorisch-strukturelle und methodische Zusammenhänge und soziale Gegebenheiten des Arbeits- und Unternehmensumfeldes (z. B. problemträchtige Maßnahmen wie Arbeitsplatzabbau, Umstrukturierung, Rationalisierung).
Verständnisfähigkeit bezieht sich auch auf fremde unternehmenskulturelle, interkulturelle, ethische, politische, ökonomische ... Verhältnisse, Beziehungen und Werthintergründe. Sie schließt insofern stets ein sachlich-fachliches Verstehen und ein sozial-kommunikatives Begreifen zusammen. Verständnisfähigkeit setzt die Schaffung eines angstfreien, fördernden Diskussions- und Kommunikationsklimas, einschließlich von deutlich zum Ausdruck gebrachten Wohlwollen, Lob und Humor voraus.

Kompetenzübertreibungen:

Alle aufgeführten Überziehungen sind – erweiterbare – Beispiele

Bringt zu viel Verständnis für die Belange Dritter auf; kann sich nicht durchsetzen...