Pflichtbewusstsein

(vormals Pflichtgefühl)
Fähigkeit, verantwortungsbewusst zu handeln

Kompetenzbegriff:

Identifikationsmerkmale und Kurzcharakteristika der Kompetenzkombinationen

Erkennt die grundlegenden sozialen Norm- und Wertvorstellungen an, die sich auf das eigene Arbeits- bzw. Führungshandeln beziehen
Kennt und anerkennt die von anderen (Mitarbeiter, Team, Unternehmen, Organisation, Kunden...) herangetragenen Norm- und Wertvorstellungen, die in dem jeweiligen Bereich handlungsleitend sind oder sein sollten
Kommt den eigenen Pflichten in konkret abrechenbaren Aufgaben und Projekten nach
Erfüllt Pflichten gewissenhaft, umsichtig und gründlich; macht das eigene Pflichtgefühl zur Richtschnur in Problem- und Konfliktsituationen

Erläuterungen:

Begriffsbestimmungen und Begriffsumfänge der Kompetenzkombinationen

Pflichtbewusstsein ist die sozial orientierte Eigenschaft von Personen, gesellschaftliche bzw. unternehmensspezifische Normen- und Wertsysteme mit Aufforderungscharakter und einem hohen Grad von Verbindlichkeit für das eigene und das gemeinsame Handeln zu kennen (Wertwissen), zu akzeptieren und ins gemeinsame Handeln, auch unter widersprüchlichen Handlungsumständen, einzubringen (soziale Eigen- oder Selbststeuerung des Handelns).
Pflichtbewusstsein bezeichnet damit einerseits die Bindung an anerkannte, allgemein akzeptierte übergeordnete Prinzipien und Werte, andererseits die Bindung an die handlungsleitenden Wertvorstellungen der (Arbeits-) Gruppe, des Unternehmens, der Organisation... Es bezieht sich also immer auf die Verantwortung gegenüber sich selbst sowie gegenüber anderen.
Es manifestiert sich in der Regel anhand klar umrissener, konkret abrechenbarer Aufgaben und Projekte und ist nicht zu trennen von Eigenschaften wie fachlich und methodisch gefestigter Gewissenhaftigkeit, Umsicht und Gründlichkeit.

Kompetenzübertreibungen:

Alle aufgeführten Überziehungen sind – erweiterbare – Beispiele

Handelt mit übermäßiger (zwanghafter) Gründlichkeit, Umsicht und Gewissenhaftigkeit...