KODE® KompetenzAtlas Kompendium

Fach- und Methodenkompetenz - F/P

Hier finden Sie die Begriffsbestimmungen und Begriffsumfänge der Kompetenzkombinationen

Fach- und Methodenkompetenz - F/P

 

HINWEIS:  Die Identifikationsmerkmale und Kurzcharakteristika der Kompetenzkombinationen sowie die Beispiele der Kompetenzübertreibungen stehen ausschließlich KODE® und KODE®X Beratern zur Verfügung.

F/P

Wissensorientierung

Fähigkeit, ausgehend vom neuesten Wissensstand zu handeln

Begriffsbestimmung und Begriffsumfang der Kompetenzkombination

Wissensorientierung ist die in der Persönlichkeit gegründete Fähigkeit, die im Gedächtnis fixierten handlungsregulierenden und handlungsrechtfertigenden Kenntnisse über die Beschaffenheit der für die Tätigkeit in der Arbeitsgruppe, im Unternehmen, am Markt… notwendigen Sachverhalte (Faktenwissen), sowie über die notwendigen Prozeduren, Vorgehensweisen, Strategien, Fertigkeiten ... kontinuierlich auf dem Laufenden zu halten und zu erweitern. Die Wissensorientierung richtet sich dabei nicht nur auf das explizite, d. h. das klar fassbare und kommunizierbare Wissen, sondern auch auf das „schweigende“ Wissen und das „implizite“ Wissen, das im Handeln als Erfahrung zur Verfügung steht, aber nicht vollständig explizierbar ist. Dieses schließt Normen- und Wertwissen ein. Es geht damit nicht nur um die Orientierung auf Sachwissen, sondern auch um regulativ wirksames Wissen, um Handlungswissen, das die Regulation von Tätigkeiten, Handlungen und Operationen erst in seiner Gesamtheit ermöglicht.

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Analytische Fähigkeiten

Fähigkeit, Sachverhalte und Probleme zu durchdringen

Begriffsbestimmung und Begriffsumfang der Kompetenzkombination

Analytische Fähigkeiten erfassen das Vermögen, ein komplexes System gedanklich oder physisch in seine Elemente bzw. Subsysteme zu zerlegen, diese zu klassifizieren, sowie zwischen ihnen kausale und finale Zusammenhänge aufzudecken. Sie umfassen auch das Vermögen, beeinflussbare Variablen und Parameter des Systems so zu gestalten, dass sein IST-Verhalten einem gewünschten SOLL-Verhalten entspricht. Im Rahmen betriebswirtschaftlichen Denkens und Handelns geht es darum, komplexe Systeme in Hinblick auf bestimmte Zielsetzungen zu gestalten.
Hier besteht eine gewisse Nähe zum Controlling. Hinzu kommt die Fähigkeit, die für die Arbeitstätigkeit unumgängliche Informationsflut zu verdichten und im Sinne von Diagnose, Klassifikation, Synthese, Planung und Konfiguration schnell auf den Punkt bringen zu können. Dabei geht es nicht allein das reine „Faktenwissen“, sondern vor allem um das Denken in betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen und in technisch-organisatorischen Fragestellungen. Fachwissen plus konzeptionelle Fähigkeiten sind dafür die Grundvoraussetzungen.

 

 

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Sachlichkeit

Fähigkeit, sachbezogen zweckmäßig zu handeln

Begriffsbestimmung und Begriffsumfang der Kompetenzkombination

Sachlichkeit kennzeichnet eine Persönlichkeit, die ihre Urteile und Handlungen aus sachlich und methodisch begründeten Überlegungen herleitet und sich um größtmögliche Objektivität bemüht. Das gilt auch und vor allem in Konflikt- und Stresssituationen, die durch emotional-motivational geprägte Vor-Urteile echte Sachurteile erschweren. Sachliche Personen stellen Auseinandersetzungen – unter Umständen auch notwendige und die Sache eher befördernde – hintan und bemühen sich bis zuletzt um eine analytisch-rationale Klärung. Unsachlichkeit oder emotional grundierten Angriffen sind sie oft hilflos ausgeliefert. Wo es jedoch um die Aufarbeitung von Daten, um das Auffinden logischer und methodisch organisationaler Schlussfolgerungen und um die Optimierung rationalen Handelns geht, ist Sachlichkeit eine unumgängliche Voraussetzung und ein sachliches Vorgehen durch nichts zu ersetzen.

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Beurteilungsvermögen

Fähigkeit, Sachverhalte zutreffend zu beurteilen

Begriffsbestimmung und Begriffsumfang der Kompetenzkombination

Beurteilungsvermögen ist vor allem die personal verankerte Fähigkeit, Gegebenheiten, Widersprüche, Schwierigkeiten und Konflikte einerseits auf die ihnen zu Grunde liegenden fachlichen und methodischen Sachverhalte und Probleme hin „abzuklopfen“, andererseits eine erfahrungs- und wertbegründete Einstellung zu ihnen zu finden, die Auswege weist und Lösungswege vermittelt.
Je umfangreicher das sach- und verfahrensgerechte Wissen und je gefestigter die personale Basis des Urteilens und Entscheidens sind, desto öfter werden in den schnell wechselnden betrieblich-organisationalen Problemsituationen Einschätzungen gefunden, die auch einer späteren Prüfung der Handlungsresultate standhalten.

 

 

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