KODE® Brush Up 2018 Workshop Review: Serious Games – ein Weg der Kompetenzentwicklung?

Serious Games – ein Weg der Kompetenzentwicklung?

Der KODE® Brush Up ist die branchenübergreifend größte Veranstaltung zum Thema Kompetenzen und Kompetenzmanagement. Am 19. und 20. Oktober kamen Personalexperten, Wissenschaftler und Berater aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz in Nürnberg auf dem KODE® Brush Up zusammen, um sich über die Zukunft der Kompetenz und – Werteentwicklung auszutauschen.

Im Laufe der vielseitigen Formate auf der Veranstaltung, hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit an fünf Workshops teilzunehmen. Im Folgenden fassen wir die spannenden Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Workshop „Serious Games – ein Weg der Kompetenzentwicklung?“ der Hochschule Emden/Leer & Hochschule Zittau/Görlitz zusammen.

Planspiele als Chance der Kompetenz- und Teamentwicklung

Sowohl in Unternehmen als auch im Kontext von Hochschulbildung und -didaktik wird sich dem Thema Kompetenzreflektion und - entwicklung unterschiedlich genähert. Im Workshop „Serious Games- ein Weg der Kompetenzentwicklung?“ wurde anhand eines auf unternehmensspezifischen Kompetenzanforderungen entwickeltes Planspiel der Gamification-Charakter als Möglichkeit zur Entwicklung von individuellen Kompetenzarchitekturen sowie Teamsettings vorgestellt.

Das Planspiel„ Greenergy“ wurde mit einem regionalen Energieversorger in Verbindung mit einem studentischen Projekt entwickelt und zielt darauf ab, die strategischen Unternehmensziele „Nachhaltigkeit“ und „Positionierung des Unternehmensimage“ durch vorher definierte Maßnahmenpakete positiv zu beeinflussen. Es zeigt, welche Auswirkungen Teamzusammenstellungen nach vorliegenden Kompetenzausprägungen haben und welche Einflüsse die Entwicklung jedes Einzelnen auf das Gelingen von Aufgaben im Team hat.

Mitspieler schlüpfen in eine Avatar-Rolle, die einer definierten Kompetenzarchitektur entspricht. Gemeinsam mit drei Mitspielern kommt so ein Bündel an unterschiedlichsten Kompetenzausprägungen für ein Team zusammen. Ein durch KODE®X zuvor festgelegtes Sollprofil zur Durchführung einer Maßnahme,  welche zur Erreichung eines der Unternehmensziele dient, verlangt die Existenz mindestens eines Teammitgliedes in jeder Kompetenz.

Sollten Mitspieler außerhalb des festgelegten Korridors liegen, ist durch das Ziehen einer „Kompetenzkarte“ erst einmal weitere Kompetenz zu entwicklen, bevor das Team die gewählte Maßnahme zur Zielerreichung beginnen kann.

 

Diese Tatsache lässt das gegnerische Team, welches eventuell andere Maßnahmen wählt oder über ein anderes Teamsetting an Kompetenzen verfügt, das Ziel  „Nachhaltigkeit“ oder „Positionierung des Unternehmensimage“ schneller erreichen.

Mitarbeiter in Unternehmen wie auch Studierende im Rahmen ihrer Hochschulausbildung können sich durch die Einbindung von Planspielen ihrer Kompetenzen und nötigen Entwicklungen in einer komplexen, fiktiven aber realitätsnahen Umwelt spielerisch bewusst werden. Auch fällt die Auswahl auf benötigte Kompetenz Soll-Profile zur Erreichung strategischer Unternehmensziele und passenden Maßnahmen nicht so schwer.

Der Workshop wurde als Iterationsschleife genutzt: Aufbauend auf dem Feedback der Teilnehmer zur Durchführbarkeit und Realitätsnähe werden einige Maßnahmen und Kompetenzkarten weiterentwickelt, um die „kompetenzorientierte Planspielschablone“ als Reflexions- und Entwicklungstool spezifisch für Unternehmens einsetzten zu können.

In einem waren sich die Teilnehmer das Workshops jedoch sicher: Ist ein Planspielszenario realitätsnah gewählt, liefert der spielerische Ansatz die geforderte emotionale Labilisierung, die eine Kompetenzentwicklung verlangt.

Werden Personen nicht nur zum spielen aufgefordert, sondern aktiv in den Entwicklungsprozess der Planspielerstellung mit eingebunden, findet die Auseinandersetzung und Reflektion über Teamzusammenstellungen nach Kompetenzausprägungen und die Eigene Kompetenzarchitektur darüber hinaus noch intensiver statt.

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KODE® Brush Up 2018 Workshop Review: Agile Kompetenz- und Werteentwicklung

Agile Werte- und Kompetenzentwicklung statt „Vorratslernen“

Der KODE® Brush Up ist die branchenübergreifend größte Veranstaltung zum Thema Kompetenzen und Kompetenzmanagement. Am 19. und 20. Oktober kamen Personalexperten, Wissenschaftler und Berater aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz in Nürnberg auf dem KODE® Brush Up zusammen, um sich über die Zukunft der Kompetenz und – Werteentwicklung auszutauschen.

Im Laufe der vielseitigen Formate auf der Veranstaltung, hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit an fünf Workshops teilzunehmen. Im Folgenden fassen wir die spannenden Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Workshop „Agile Kompetenz- und Werteentwicklung?“ von Prof. Dr. Werner Sauter zusammen.

 

Die Arbeits- und Lernwelt im Rahmen der digitalen Transformation

Im Workshop „Agile Werte- und Kompetenzentwicklung“ tauschten die Teilnehmer ihre Erfahrungen zu innovativen Konzeptionen der Werte- und Kompetenzentwicklung aus. Zunächst beschrieb Prof. Dr. Werner Sauter in seinem Impulsreferat die agile Arbeits- und Lernwelt im Rahmen der digitalen Transformation.

 

Was wir für die Arbeitswelt von morgen wirklich brauchen

Die Arbeitswelt wird in diesem Kontext immer mehr durch Agilität, die Fähigkeit, sich kontinuierlich an die komplexe, turbulente und unsichere Zukunft anzupassen, aber auch durch grundlegend neue Handlungsweisen sowie den zunehmenden Werte- und Kompetenzwettbewerb geprägt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, gemeinsame Werte als Ordner selbstorganisierten Handelns und Kompetenzen aufzubauen, Prinzipien agilen Arbeitens in die Lernwelt zu übertragen und kulturelle Veränderungen im Sinne des „Agilen Mindset“ zu initiieren. Deutlich wurde, dass die bisher vorherrschende Form des „Vorratslernens“ angesichts dieser Herausforderungen durch eine Werte- und Kompetenzentwicklung abgelöst werden muss. Diese bedeutet, dass das Lernen zukünftig vor allem im Rahmen von Praxis- und Projektaufträgen in Verbindung mit Coaching (Lernbegleitung) und Co-Coaching (Lernpartnerschaften) erfolgen wird. Entsprechend der Nutzung der digitalen Medien im Arbeitsprozess werden diese auch im Lernbereich integraler Bestandteil der Lernkonzeptionen.

 

 

Nach einer Reflexion zu den Konsequenzen für das  Corporate Learning im eigenen Bereich der Teilnehmer folgte ein zweites Impulsreferat, in dem der Moderator die Konzeption des Social Blended Learning, das sich nach und zu einem Social Workplace Learning entwickelt, skizzierte. Damit wird Lernern immer mehr im Prozess der Arbeit stattfinden, Arbeiten ist gleich Lernen. Die Diskussion machte deutlich, dass dies einen digital gestützten Ermöglichungsrahmen erfordert, der das selbstorganisierte Lernen der Mitarbeiter optimal fördert. Die Rolle der bisherigen Personalentwicklung, die zentral individuelle Lernprozesse steuern will, wandelt sich zu einem Werte- und Kompetenzmanagement, das selbstorganisiertes Lernen der Mitarbeiter ermöglicht. Die Trainer wandeln ihre Rolle zum Lernbegleiter. Dies erfordert veränderte Kompetenzen, für die die KODE GmbH im Rahmen ihrer KODE Academy gezielte Entwicklungsmaßnahmen anbietet.

 

 

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Entscheidend ist nicht was wir wissen, sondern was wir können

Entscheidend ist nicht was wir wissen, sondern was wir können

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2016 trafen sich am 26. und 27. Oktober 2018 erneut die unterschiedlichsten Akteure aus allen bildungsrelevanten Bereichen auf dem EduAction Bildungsgipfel. Allesamt Lehrende und Lernende, Bildungsforscher, Vordenker, Innovatoren und Praktiker sowie Akteure aus Wirtschaft, Verbänden, Stiftungen und Kommunen die an der Bildungswelt von morgen, dem Erwerb von agilen Zukunftskompetenzen und der Vermittlung von zukunftsrelevantem Wissen, arbeiten. Angereist waren in diesem Jahr 1400 Teilnehmer und mehr als 150 Referenten, um an den Veranstaltungen rund um das Motto: „Zukunftskompetenzen gemeinsam entwickeln“ teilzunehmen. Im Zentrum der Diskussionen stand die Frage:

 

Welche Fähigkeiten brauchen wir, um im Zeitalter digitaler Vernetzung agil, selbstwirksam und erfolgreich zu sein?

Prof. Dr. Andreas Schleicher, Direktor für Bildung der OECD läutete den Tag mit seinem Impuls zum weltweiten Umbruch in der Bildung und Fortbildung ein. In seinem Vortag beschrieb er eine Welt, die sich rasant verändert und verändert hat.

Wo wir vor genau zehn Jahren das Wissen der Welt noch in unseren Händen hielten, verschwimmen heute die Realitäten zwischen der virtuellen und der realen Welt. Mittlerweile sind wir alle vernetzt. Unzählige Dinge, die dadurch auf den ersten Blick vereinfacht wirken, sind bei genauem Hinsehen komplexer und schwieriger geworden. Als ein Beispiel greift Prof. Schleicher den Vergleich zwischen dem Nachschlagen in einem Lexikon und der Antwortsuche über Google auf. Während die niedergeschriebenen Zeilen in einem Lexikon wenig hinterfragt und als allgemein gültig für sich standen, muss sich der Suchende auf Google für die richtige Antwort entscheiden.

Der OECD-Direktor sieht die Notwendigkeit, dass die Gesellschaft sich der Digital Natives bewusst wird, denn unsere Jugend wächst in einer Welt auf, in der alles vernetzt ist und sich Vieles in digitalen Räumen abspielt.

 

 Die Hälfte der 15-Jährigen sagt, sie fühlen sich schlecht, wenn Sie nicht connected sind. Die virtuelle Welt ist für viele junge Menschen die reale Welt geworden.“

- Prof. Dr. Andreas Schleicher

Wissen in der Digitalisierung

Was unterscheidet uns Menschen von den Technologien unserer Zeit? Prof. Schleicher legte in seiner Keynote nahe, dass wir uns genau auf diese Aspekte und Unterschiede besinnen müssen, welche uns einzigartig machen. „Die Herausforderung heute ist nicht zweitklassige Roboter auszubilden, sondern erstklassige Menschen“. Es ist unabdingbar, dass wir ein tiefergehendes Verständnis für die Strukturen von Wissen entwickeln. „Kann ich wie ein Naturwissenschaftler, wie ein Historiker, wie ein Philosoph denken? Die Welt belohnt uns nicht mehr für das was wir wissen, Google weiß alles, die Welt belohnt uns für das was wir mit unserem Wissen tun können.“ Menschen vollzustopfen mit Fachwissen, welches schnell wieder seinen Wert verliert sollte nicht mehr das Ziel sein.

 

Soziale und emotionale Kompetenzen als Chance begreifen

Gegenwärtig und zukünftig benötigen wir in erster Line soziale und emotionale Kompetenzen am Arbeitsplatz, so Andreas Schleicher. Das bedeutet für Ihn, die Fähigkeit gemeinsam mit Menschen zu arbeiten, die anders sind und anders denken als man selbst. Um mit den Technologien, die immer vernetzter sind mithalten zu können, besteht die Notwendigkeit, dass sich auch die Menschen vernetzen und mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Die eigene Selbstwirksamkeit, sollte dabei im Zentrum stehen, denn es werden handlungsfähige Menschen, die ihre kognitiven, sozialen und emotionalen Kompetenzen mobilisieren können erfordert.

 

Es geht nicht nur darum, was wir vermitteln, es geht darum jungen Menschen einen eigenen Kompass mitzugeben. Die Navigationsfähigkeit sich selber in dieser Welt zu finden.“

- Prof. Dr. Andreas Schleicher

KODE® Brush Up 2018 Workshop Review: Kompetenz- und Wertemanagement mit Konzept

Was sind Werte und warum brauchen Sie Wertemanagement für Unternehmen?

Der KODE® Brush Up ist die branchenübergreifend größte Veranstaltung zum Thema Kompetenzen und Kompetenzmanagement. Am 19. und 20. Oktober kamen Personalexperten, Wissenschaftler und Berater aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz in Nürnberg auf dem KODE® Brush Up zusammen, um sich über die Zukunft der Kompetenz und – Werteentwicklung auszutauschen und sich der Frage zu stellen was Werte und Wertemanagement für Unternehmen bedeutet.

Im Laufe der vielseitigen Formate der Veranstaltung, hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit an fünf Workshops teilzunehmen. Im Folgenden fassen wir die spannenden Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Workshop „Kompetenz- und Wertemanagement mit Konzept“ von Prof. Dr. John Erpenbeck und Roman Sauter zusammen.

 

Kompetenz- und Wertemanagement mit Konzept

Im Workshop „Werte- und Wertemanagement“ diskutierten die Teilnehmer unter Anleitung von Prof. Dr. John Erpenbeck und Roman Sauter darüber, was Werte sind und warum Wertemanagement für Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung an Bedeutung gewonnen hat.
Prof. Dr. John Erpenbeck erläuterte in seinem Impulsvortrag wie sich Werte im Alltag zeigen und welchen Einfluss Werte auf das tägliche Handeln ausüben. Jeder Mensch wertet in nahezu jedem Augenblick seines Handelns. Er richtet sich, oft mehr ahnend als wissend, danach, welchen Genuss oder Nutzen, welches ethische Gefühl oder welche politische Bestärkung ihm sein Handeln zu vermitteln vermag.

 

 

 

Werte sind Ordner selbstorganisierten, kompetenten Handelns."

-Prof. Dr. John Erpenbeck

In der anschließenden Diskussion wurde festgehalten, dass die Begriffe der Werte nicht immer einfach zu fassen sind, da diese sich teilweise mit anderen überschneiden. Das heißt in der Praxis vermischen sich oftmals Begriffe wie Motive, Werte, Bedürfnisse und Kompetenzen. Geklärt werden konnte jedoch, dass Motive auf Emotionen ruhen, Bedürfnisse zu den Grundlagen von Werten gehören, und Werte Kerne von Kompetenzen sind.

 

Werte sind Kerne von Kompetenzen"

- Prof. Dr. John Erpenbeck

KODE®W - Ein Tool um Transparenz zu schaffen

Daraufhin folgte ein kurzer Impuls von Roman Sauter Thema Wertemanagement. Als Grundlage dienten die KODE®W Fragebögen, welche zuvor an alle Workshop Teilnehmer ausgeben wurden. An einem praktischen Beispiel zeigte Roman Sauter auf, wie die Wertemanagement Fragebögen im Unternehmen zum Einsatz kommen können. Dabei sind vor allem drei Ebenen auschlaggebend: Die Individual-, die Team- und die Organisationsebene. Organisationales Wertemanagement, das durch die obere Führung strategisch gesteuert und über ein Wertemanagement-Team unternehmensweit umgesetzt wird. Wertemanagement auf der Teamebene, das jeweils durch die verantwortlichen Führungskräfte verantwortet und Wertemanagement auf der Mitarbeiterebene, das durch die Mitarbeiter selbst organisiert wird.

 

 

Als problematisch sahen die Teilnehmer, dass Wertemanagement in Unternehmen bisher überwiegend Top-Down stattfindet, was häufig auf der Ebene der Dokumentation, der Information und der Symbolik endet (Wieland 2004, S. 8). Das möchte KODE®W ändern und liefert mit seinem Tool und Konzept eine Lösung um Transparenz zu schaffen und um Wertemanagement, abgeleitet aus den Zielen der Organisation, auf allen Ebenen zu etablieren. Voraussetzung ist, dass die Befragung der Mitarbeiter anonym stattfindet. KODE®W stellt dabei Fragen zu den persönlichen Wertvorstellungen und zu den erlebten und zu den erwünschten Werten im Team und in der Organisation und gleicht diese mit den Soll-Werten der Organisation und des Teams ab. Die KODE GmbH bietet zu KODE®W  im Rahmen ihrer KODE Academy gezielte Entwicklungsmaßnahmen an.

Positives Feedback gab es von Teilnehmerseite besonders für die Praktikabilität, also die einfache Handhabung, die Verständlichkeit und den leichten Zugang zum Tool.

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Review – KODE® Brush Up 2018

Eine gelungene Barcamp-Premiere, eine inspirierende Keynote, lebhafte Diskussionen, stolze Preisträger und eine ausgelassene Jubiläumsfeier!

Am 19. und 20. Oktober trafen sich KODE® Berater, Personalexperten und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim KODE® Brush Up 2018. Die branchenübergreifend größte Veranstaltung zum Thema Kompetenzen und Kompetenzmanagement fand, wie schon in den vergangenen Jahren, in Nürnberg statt und bot dennoch eine Premiere. Erstmals wurde zum Auftakt ein Barcamp veranstaltet, das die Fragen, Probleme und Themen der Teilnehmer in den Mittelpunkt rückte.

 

Wie sehr die Idee eines Bar Camps den Nerv der Zeit traf, zeigte sich nicht nur anhand der Teilnehmerzahl. Immerhin ist ein Großteil der Gäste bereits Freitagmittag in den Design Offices über den Dächern von Nürnberg zusammengekommen, um sich intensiv auszutauschen. Das Besondere am KODE® Barcamp ist, dass die Teilnehmer selbst entscheiden können, welche Themen in den Sessions fokussiert werden. Genau genommen sind sie also gar keine Teilnehmer, sondern "Teilgeber".

 

Zahlreiche Themenvorschläge für die
Barcamp-Sessions

Umso erfreulicher, dass diese Premiere auf Anhieb geglückt ist. Gleich zu Beginn konnte Prof. Dr. Werner Sauter, Senior Consultant der KODE® GmbH, zahlreiche Themenvorschläge für die zweimal vier Sessions entgegennehmen. Mehr als zeitlich und räumlich möglich, so dass Themen mit gemeinsamen Schnittmengen kurzerhand zusammengelegt wurden

Jeder der "Teilgeber" stellte seine Frage, sein.Problem oder sein Thema in wenigen Sätzen vor, so dass sich schließlich jeder Anwesende einer Session anschließen konnte. In überschaubaren Gruppen, die einen nachhaltigen Austausch ermöglichten, wurde jeweils 60 Minuten lang rege diskutiert. Am Ende des Nachmittags stellte jede Gruppe ihre Resultate dem Plenum vor – auch das typisch für ein Bar Camp.

Ausschließlich positive Stimmen zur
Barcamp-Premiere

Zumindest wenn es um das Barcamp selbst geht, fiel das Resümee der Besucher einhellig aus: Alle waren vom offenen Austausch in ungezwungener Atmosphäre begeistert. "Das Barcamp hat mir die Möglichkeit gegeben, Probleme zu diskutieren, die anderen auch haben. Dadurch erhält man viel mehr Anregungen – und vor allem auch Meinungen – als bei klassischen Vortragsveranstaltungen.", sagt Ina Büchner von der Hochschule Emden/Leer.

Silke Specht, Leiterin der Strategischen Personalentwicklung bei der Fraport AG, pflichtet dem bei und ergänzt: "Während der Session steuert jeder andere Aspekte bei und man kann viele verschiedene Anregungen mit nach Hause nehmen. Außerdem kommt man mit den anderen Teilnehmern gleich ins Gespräch und lernt sich besser kennen, was die gesamte Veranstaltung beflügelt."

20 Jahre KODE® – Anstoßen über den Dächern von Nürnberg

Genau das konnte man auch am Abend beobachten, als der Brush Up zum Anlass genommen wurde das 20-jährige Jubiläum von KODE® standesgemäß zu feiern. Beim Get-together haben Entwickler, Kunden und Weggefährten gemeinsam auf die Erfolgsgeschichte von KODE® angestoßen und es sich in stimmungsvoller Atmosphäre gutgehen lassen.

 

 

Am darauffolgenden Konferenztag gab Stephan Coester in seiner Eröffnungsrede nicht nur einen Rückblick auf die KODE®-Geschichte, sondern vor allem auch einen vielversprechenden Ausblick auf die Zukunft. Den versammelten KODE®- und KODE® X-Beratern wurde ein exklusiver Einblick in die Neuentwicklungen gewährt, an denen unter anderem Prof. Dr. John Erpenbeck, Prof. Dr. Werner Sauter und Dr. Karl Kreuser mitgearbeitet haben.

 

Inspirierende Keynote mit Blick in die Zukunft

 

Im Anschluss begeisterte Zukunftsforscher Peter Spiegel das Fachpublikum mit seiner Keynote zum Thema "WeQ – More than IQ".  Darin stellte er die Bedeutung von Schlüsselkompetenzen im Rahmen der Transformation von der Economy zur Weconomy in den Mittelpunkt. Spiegel nannte in seinem Vortrag zahlreiche anschauliche Beispiele von Social Innovations, die ein Beleg dafür sind, warum wir uns derzeit von einer Wissensgesellschaft zu einer Kompetenzgesellschaft wandeln.

Zum Schluss gelang es Peter Spiegel allen Anwesenden Mut zu machen, die Angst vor dem Alter und den Herausforderungen der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung haben. Für ihn sei Alter lediglich eine Abkürzung für Alternativen, von denen man schließlich umso mehr habe, je älter man werde. Eine Definition, die bei allen Zuhörern für große Heiterkeit sorgte.

 

Awards für vorbildliche Preisträger

 

Dr. Karl Kreuser, Jury-Mitglied der ersten Stunde, verlieh direkt im Anschluss an die Keynote die KODE® Best Practice Awards 2018. Die gläserne Trophäe für den 1. Platz, dotiert mit 800 Euro, überreicht er Prof. Dr. Thomas Apitzsch von der Hochschule für angewandtes Management. Apitzsch wurde für die Kompetenzidentifikation und Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern und Trainern des Nachwuchsleistungszentrums des Fußballbundesligisten 1. FC Nürnberg ausgezeichnet.

Über den 2. Platz und damit 400 Euro durften sich Ina Bühren und Prof. Dr. Olaf Passenheim von der Hochschule Emden/Leer freuen, die ihre Studierenden mit KODE® in der Kompetenzorientierung durch agile Praxisprojekte und Planspielentwicklung schulen.

Den 3. Platz teilen sich Natascha Aust von der Polizeidirektion Braunschweig (Neue Wege in der Personalentwicklung bei einer Länderpolizei) und Oberst Dr. Reinhard Slanic vom Institut für Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Österreich (Feststellen und Entwickeln von Schlüsselkompetenzen in der militärischen Hochschullandschaft Österreichs).

 

Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Werten und Kompetenzen

 

Bevor die gemeinsame Mittagspause für das Networking genutzt wurde, hat sich der von Stephan Coester moderierte KODE® Dialog die Frage gestellt, ob das Kompetenz- und Wertemanagement die Antwort auf eine agile Arbeitswelt sein kann. An der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion nahmen neben Keynote-Speaker Peter Spiegel und KODE®-Mitentwickler Prof. Dr. John Erpenbeck auch drei Praktiker aus der Wirtschaft teil, die mit dieser Frage tagtäglich konfrontiert sind.

Wiebke Bernhart schilderte ihre Erfahrungen als Director HR Marketing, People & Organizational Development bei einem internationalen Unternehmen für klinische Spezialpräparate. Dr. Matthias Reuter ist als Global Head of Customer Excellence and Global CRM bei Siemens beschäftigt und berichtete von den Herausforderungen eines Global Players mit weltweit rund 377.000 Mitarbeitern. Und Boris Jermer, Geschäftsführer der SPRACHKULTUR GmbH, gab spannende Einblicke in seine tägliche Arbeit als Berater und Trainer für Organisations- und Personalentwicklung, bei der er regelmäßig KODE® einsetzt.

Bereits im Dialog wurde deutlich, wie wichtig Werte – die Prof. Dr. Erpenbeck als Ordner von Selbstorganisation definiert – nicht nur für einen jeden Einzelnen, sondern auch für Gruppen, Organisationen und Institutionen sind. Als Kern von Kompetenzen ermöglichen sie es uns das Nichtwissen zu überbrücken und auch in neuen, offenen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und zielorientiert zu handeln. Werte und Kompetenzen sind somit untrennbar miteinander verbunden und geben uns erst im Zusammenspiel die Handlungsfähigkeit, die in der modernen Arbeitswelt von kompetenten Akteuren erwartet wird.

Experten-Werkstätten mit zielorientierten Workshops

Nach einer ausgiebigen Stärkung fanden am frühen Nachmittag die KODE® Experten-Werkstätten statt. Die Gäste des Brush Ups hatten die Wahl zwischen fünf vielversprechenden Workshops, in denen das jeweilige Thema unter Expertenanleitung kollaborativ vertieft wurde. Mit dem KODE® Spiel und Serious Games lag einer der Schwerpunkte in diesem Jahr ganz klar auf der spielerischen Entwicklung von Kompetenzen – für Einzelpersonen und im Team.

Aber auch die KODE® Brücke, das Kompetenz- und Wertemanagement sowie die Kompetenz- und Werteentwicklung wurden praxisorientiert thematisiert. Somit hat sich das Thema Werte sowohl beim Barcamp als auch beim Brush Up wie ein roter Faden durch die Veranstaltung gezogen. Das unterstreicht, dass Kompetenzentwicklung ohne Werteentwicklung kaum möglich ist.

Während des gemeinsamen Ausklangs bei Kaffee und Kuchen zeigten sich alle Teilnehmer des diesjährigen Brush Ups begeistert von der Mischung der ausgewogenen Tagesordnungspunkte und nicht zuletzt von der stilvoll eingerichteten Location in den Design Offices sowie vom aufmerksamen Service des Personals.

Man war sich einige, dass das fast schon traditionelle Treffen der KODE®-Familie auch im nächsten Jahr wieder zum Pflichtprogramm für alle gehört, die sich rund um das Thema Werte und Kompetenzen austauschen, vernetzen und weiterentwickeln wollen.

 

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