KODE®W

Werte wissenschaftlich
fundiert erfassen

Alle Organisationen stehen vor gewaltigen Herausforderungen, die mit den bisherigen Methoden nicht mehr zu bewältigen sind. Wie findet eine Organisation eine sinnerfüllte Zielsetzung, die ihren Erfolg in der Zukunft sichert, ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigert und gleichzeitig den zunehmenden gesellschaftlichen Anforderungen an Nachhaltigkeit sowie sozialer und kultureller Verantwortung zukunftsweisend gerecht wird? Wie können Organisationen als Ganzes eine zukunftstaugliche Qualität „kollaborativer Intelligenz“ aufbauen und es ihren Mitarbeitern gleichzeitig ermöglichen, ihre für die Zukunft erforderlichen Werte und Kompetenzen selbstorganisiert im Prozess der Arbeit und im Netz zu entwickeln?

Die Bedeutung von Werten

Werte machen als Ordner selbstorganisiertes Handeln erst möglich. Deshalb kommt den Werten und dem Wertemanagement eine immer größere Bedeutung zu. Gemeinsame Werte und deren unternehmensweite Verinnerlichung verschaffen Unternehmen nach innen und außen einen Wettbewerbsvorteil und sichern das Überleben.

Eine selbstorganisierte, zielorientierte Werteentwicklung setzt zwingend voraus, dass die beteiligten Persönlichkeiten ihre Werte und deren jeweiligen Ausprägungen kennen.

Werte sind nicht etwas bloß Vages oder Erahntes, sondern können in verschiedenen Formen, mit vielfältigen Methoden und guter Genauigkeit erfasst werden (vgl. Erpenbeck & Sauter (2018), S. 21 ff.). Werteerfassungen erweitern die Möglichkeiten, über individuelle Werte nachzudenken und zu sprechen. Auf dieser Grundlage lassen sich individuelle Werteziele formulieren und damit gezielt personalisierte Werteentwicklungsprozesse in einer angestrebten Richtung gestalten.

 

Wertekleeblatt,  Iwin, A. A.

KODE®W ist die Grundlage für ein systematisches Wertemanagement

KODE®W ist ein Verfahren, um Werte auf individueller, Team und Organisationsebene transparent zu machen und mit dem Ziel zu vergleichen, Transparenz der Werte auf allen Ebenen zu ermöglichen. Es bildet die Grundlage für ein systematisches Wertemanagement und bietet den Mitarbeitern, Teams und Organisationen direkt umsetzbare Interpretations- und Entwicklungsangebote.

KODE®W

  • ermöglicht die Bewertung von Werten auf allen Ebenen
  • schafft die transparente Grundlage, gemeinsam über Werte zu reflektieren
  • bildet die Basis für Werteziele auf individueller, teambezogener und organisationaler Ebene
  • ermöglicht eine gezielte, personalisierte Werteentwicklung
  • schafft die Basis für ein organisationsweites Wertemanagement auf allen Ebenen
  • macht deutlich, welche Werte für die Kompetenzentwicklung vor allem als Ordner des Handelns dienen (Werte-Kompetenz-Brücke).

 

Merkmale des Verfahrens

KODE®W wurde von Prof. Dr. John Erpenbeck auf Basis der über zehnjährigen Erfahrung mit dem Wertemess-System WERDE sowie auf Grundlage der Items des hoch validierten Klages-Gensicke-Survey ( Shell-Jugendstudien) sowie der 16 Reiß-Motive, in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Werner Sauter und Roman Sauter entwickelt. Beispielsweise durchstreift KODE®W eine Vielzahl von alltäglichen Wertesituationen, erfragt vielerlei Wertehaltungen und umreißt 16 Gebiete menschlicher Wertungen, die für uns besonders wichtig sind. Die Ausprägungen dieser Werte werden transparent.

KODE®W wird durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • Die Fragebögen messen jeweils die 16 relevanten Wertedomänen, die sich aus der Werteforschung ergeben.
  • Die Werte werden auf der Ebene der Individuen, der Teams und der Organisation gemessen.
  • Bewertung der einzelnen Domänen durch einen Schieberegler. Der Bewertungsbereich reicht von „trifft nicht zu“ bis „trifft besonders stark zu“.
  • Bewertungsmethode des Ratings, das sich in der Praxis bewährt hat. Die Methode des Rankings hat sich in der Wertemessung dagegen nicht bewährt.
  • Durch die gleiche Struktur der Fragebögen auf allen Ebenen können vielfältige Vergleiche zwischen individuellen, teambezogenen und organisationalen Werten sowie Ist-, Wunsch- und Sollwerten erfolgen.
  • Auf der Organisations- und Teamebene wird ein direkter Vergleich von Soll-Werten mit den Werten, die von den Mitarbeitern der Organisation oder dem Team tatsächlich zugeschrieben wurden, sowie den Werten, die sie sich dafür wünschen, möglich.

 

Wertekleeblatt,  Iwin, A. A.

Werteerfassung mit KODE®W

Um Wertungen qualitativ oder sogar quantitativ einzuschätzen hat sich die Methode bewährt, Wertefragen nach Tatsachen, Personen oder Prozessen in einem Fragebogen zusammen zu stellen und skaliert  zu beurteilen.

Wir orientieren uns bei KODE®W an Erfahrungen mit vergleichbaren Messverfahren. Aufgrund praktischer Erfahrungen in der Feldforschung haben sich für diesen Messbereich 5-stufige Skalen am besten bewährt. Allen messtheoretischen Einwänden zum Trotz sind Ratingskalen die am meisten eingesetzten Instrumente in der Psychologie und in den Sozialwissenschaften.

KODE®W weist folgende Merkmale auf:

  • Er ist leicht und schnell ausfüllbar (< 15 min.)
  • Intuitive Bearbeitung der 16 Domänenwertungen, die dadurch erreicht wird, dass zu jeder Domäne vier empirisch ermittelte Teilfragen unterlegt werden, die en bloc und nicht als Einzelfragen in die Wertungen einfließen. Diese Teilfragen können in einem gemeinsamen Workshop organisationsspezifisch angepasst werden, so dass sich die Mitarbeiter in den Formulierungen wiederfinden.
  • Klare gedankliche Verbindungen zu den Items des hoch validierten Klages-Gensicke-Survey der Shell-Jugendstudien sowie zu den bekannten 16 Reiß-Motiven, ohne unmittelbare Verbindungen herzustellen.
  • Direkter Vergleich der in Leitbildern oder in Team-Sollwerten dargelegten Wertevorstellungen, der von den Mitarbeitern dem Unternehmen oder Team tatsächlich zugeschriebenen und den von ihnen erwünschten Werteeinstellungen, sowie den persönlichen Werten jedes einzelnen Mitarbeiters. Durch die gleiche Struktur der Fragebögen wird ein unmittelbarer Vergleich Unternehmenswerte – Teamwerte – persönliche Werte möglich.

Software-basierte Auswertung

Die Software erstellt auf dieser Basis eine detaillierte Auswertung mit einer Interpretation der Ergebnisse und individuellen Handlungsempfehlungen. In Abhängigkeit vom Umfang der Messungen können auch vielfältige Vergleiche der Messergebnisse entwickelt werden.

Diese Analyse kann durch weitere Überlegungen erweitert werden:

  • Welche der nicht so hoch beurteilten Werte könnten durch den Mitarbeiter oder das Team verstärkt werden, um die angestrebten Kompetenzen zu stärken?
  • Welche weiteren Werte könnten dabei zusätzlich unterstützend wirken?
  • Welche Herausforderungen in der Praxis sind geeignet, diese Werteentwicklung zu ermöglichen?
  • Welche Werteziele sollen dabei verfolgt werden?
  • Wie sieht die konkrete Planung für die personalisierte Werteentwicklung bzw. die Werteentwicklung im Team aus?
  • Wie sieht die konkrete Planung für die Werte- bzw. Kulturentwicklung auf Organisationsebene aus?

Werte und Werteverteilungen lassen sich mit KODE®W zuverlässig und mit wenig Aufwand messen. Damit lässt sich eine Basis für zielorientierte Werteentwicklungen in der Praxis schaffen.

 

 
 

Herr Prof. Dr. Werner Sauter ist wissenschaftlicher Berater und Senior Consultant der KODE GmbH. Er entwickelt mit Organisationen und Bildungsanbieter innovative Lernlösungen mit dem Ziel der selbstorganisierten Werte- und Kompetenzentwicklung auf Basis der Ermöglichungsdidaktik. Er gestaltet und begleitet Kompetenzentwicklungsmaßnahmen für Learning Professionals und Führungskräfte in einem Social Blended Learning Arrangement. Gemeinsam mit Prof. Dr. John Erpenbeck hat er eine Vielzahl von Fachbüchern zur Werte- und Kompetenzentwicklung veröffentlicht. Auf unserem KODE® Blog veröffentlicht er in regelmäßigen Abständen Beiträge zu den Themen Corporate Learning sowie Werte- und Kompetenzentwicklung.

Posted in KODE®W, Werteentwicklung, Wertemanagement and tagged , , , , .