Eine gelungene Barcamp-Premiere, eine inspirierende Keynote, lebhafte Diskussionen, stolze Preisträger und eine ausgelassene Jubiläumsfeier!

Am 19. und 20. Oktober trafen sich KODE® Berater, Personalexperten und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim KODE® Brush Up 2018. Die branchenübergreifend größte Veranstaltung zum Thema Kompetenzen und Kompetenzmanagement fand, wie schon in den vergangenen Jahren, in Nürnberg statt und bot dennoch eine Premiere. Erstmals wurde zum Auftakt ein Barcamp veranstaltet, das die Fragen, Probleme und Themen der Teilnehmer in den Mittelpunkt rückte.

 

Wie sehr die Idee eines Bar Camps den Nerv der Zeit traf, zeigte sich nicht nur anhand der Teilnehmerzahl. Immerhin ist ein Großteil der Gäste bereits Freitagmittag in den Design Offices über den Dächern von Nürnberg zusammengekommen, um sich intensiv auszutauschen. Das Besondere am KODE® Barcamp ist, dass die Teilnehmer selbst entscheiden können, welche Themen in den Sessions fokussiert werden. Genau genommen sind sie also gar keine Teilnehmer, sondern "Teilgeber".

 

Zahlreiche Themenvorschläge für die
Barcamp-Sessions

Umso erfreulicher, dass diese Premiere auf Anhieb geglückt ist. Gleich zu Beginn konnte Prof. Dr. Werner Sauter, Senior Consultant der KODE® GmbH, zahlreiche Themenvorschläge für die zweimal vier Sessions entgegennehmen. Mehr als zeitlich und räumlich möglich, so dass Themen mit gemeinsamen Schnittmengen kurzerhand zusammengelegt wurden

Jeder der "Teilgeber" stellte seine Frage, sein.Problem oder sein Thema in wenigen Sätzen vor, so dass sich schließlich jeder Anwesende einer Session anschließen konnte. In überschaubaren Gruppen, die einen nachhaltigen Austausch ermöglichten, wurde jeweils 60 Minuten lang rege diskutiert. Am Ende des Nachmittags stellte jede Gruppe ihre Resultate dem Plenum vor – auch das typisch für ein Bar Camp.

Ausschließlich positive Stimmen zur
Barcamp-Premiere

Zumindest wenn es um das Barcamp selbst geht, fiel das Resümee der Besucher einhellig aus: Alle waren vom offenen Austausch in ungezwungener Atmosphäre begeistert. "Das Barcamp hat mir die Möglichkeit gegeben, Probleme zu diskutieren, die anderen auch haben. Dadurch erhält man viel mehr Anregungen – und vor allem auch Meinungen – als bei klassischen Vortragsveranstaltungen.", sagt Ina Büchner von der Hochschule Emden/Leer.

Silke Specht, Leiterin der Strategischen Personalentwicklung bei der Fraport AG, pflichtet dem bei und ergänzt: "Während der Session steuert jeder andere Aspekte bei und man kann viele verschiedene Anregungen mit nach Hause nehmen. Außerdem kommt man mit den anderen Teilnehmern gleich ins Gespräch und lernt sich besser kennen, was die gesamte Veranstaltung beflügelt."

20 Jahre KODE® – Anstoßen über den Dächern von Nürnberg

Genau das konnte man auch am Abend beobachten, als der Brush Up zum Anlass genommen wurde das 20-jährige Jubiläum von KODE® standesgemäß zu feiern. Beim Get-together haben Entwickler, Kunden und Weggefährten gemeinsam auf die Erfolgsgeschichte von KODE® angestoßen und es sich in stimmungsvoller Atmosphäre gutgehen lassen.

 

 

Am darauffolgenden Konferenztag gab Stephan Coester in seiner Eröffnungsrede nicht nur einen Rückblick auf die KODE®-Geschichte, sondern vor allem auch einen vielversprechenden Ausblick auf die Zukunft. Den versammelten KODE®- und KODE® X-Beratern wurde ein exklusiver Einblick in die Neuentwicklungen gewährt, an denen unter anderem Prof. Dr. John Erpenbeck, Prof. Dr. Werner Sauter und Dr. Karl Kreuser mitgearbeitet haben.

 

Inspirierende Keynote mit Blick in die Zukunft

 

Im Anschluss begeisterte Zukunftsforscher Peter Spiegel das Fachpublikum mit seiner Keynote zum Thema "WeQ – More than IQ".  Darin stellte er die Bedeutung von Schlüsselkompetenzen im Rahmen der Transformation von der Economy zur Weconomy in den Mittelpunkt. Spiegel nannte in seinem Vortrag zahlreiche anschauliche Beispiele von Social Innovations, die ein Beleg dafür sind, warum wir uns derzeit von einer Wissensgesellschaft zu einer Kompetenzgesellschaft wandeln.

Zum Schluss gelang es Peter Spiegel allen Anwesenden Mut zu machen, die Angst vor dem Alter und den Herausforderungen der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung haben. Für ihn sei Alter lediglich eine Abkürzung für Alternativen, von denen man schließlich umso mehr habe, je älter man werde. Eine Definition, die bei allen Zuhörern für große Heiterkeit sorgte.

 

Awards für vorbildliche Preisträger

 

Dr. Karl Kreuser, Jury-Mitglied der ersten Stunde, verlieh direkt im Anschluss an die Keynote die KODE® Best Practice Awards 2018. Die gläserne Trophäe für den 1. Platz, dotiert mit 800 Euro, überreicht er Prof. Dr. Thomas Apitzsch von der Hochschule für angewandtes Management. Apitzsch wurde für die Kompetenzidentifikation und Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern und Trainern des Nachwuchsleistungszentrums des Fußballbundesligisten 1. FC Nürnberg ausgezeichnet.

Über den 2. Platz und damit 400 Euro durften sich Ina Bühren und Prof. Dr. Olaf Passenheim von der Hochschule Emden/Leer freuen, die ihre Studierenden mit KODE® in der Kompetenzorientierung durch agile Praxisprojekte und Planspielentwicklung schulen.

Den 3. Platz teilen sich Natascha Aust von der Polizeidirektion Braunschweig (Neue Wege in der Personalentwicklung bei einer Länderpolizei) und Oberst Dr. Reinhard Slanic vom Institut für Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Österreich (Feststellen und Entwickeln von Schlüsselkompetenzen in der militärischen Hochschullandschaft Österreichs).

 

Podiumsdiskussion zur Bedeutung von Werten und Kompetenzen

 

Bevor die gemeinsame Mittagspause für das Networking genutzt wurde, hat sich der von Stephan Coester moderierte KODE® Dialog die Frage gestellt, ob das Kompetenz- und Wertemanagement die Antwort auf eine agile Arbeitswelt sein kann. An der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion nahmen neben Keynote-Speaker Peter Spiegel und KODE®-Mitentwickler Prof. Dr. John Erpenbeck auch drei Praktiker aus der Wirtschaft teil, die mit dieser Frage tagtäglich konfrontiert sind.

Wiebke Bernhart schilderte ihre Erfahrungen als Director HR Marketing, People & Organizational Development bei einem internationalen Unternehmen für klinische Spezialpräparate. Dr. Matthias Reuter ist als Global Head of Customer Excellence and Global CRM bei Siemens beschäftigt und berichtete von den Herausforderungen eines Global Players mit weltweit rund 377.000 Mitarbeitern. Und Boris Jermer, Geschäftsführer der SPRACHKULTUR GmbH, gab spannende Einblicke in seine tägliche Arbeit als Berater und Trainer für Organisations- und Personalentwicklung, bei der er regelmäßig KODE® einsetzt.

Bereits im Dialog wurde deutlich, wie wichtig Werte – die Prof. Dr. Erpenbeck als Ordner von Selbstorganisation definiert – nicht nur für einen jeden Einzelnen, sondern auch für Gruppen, Organisationen und Institutionen sind. Als Kern von Kompetenzen ermöglichen sie es uns das Nichtwissen zu überbrücken und auch in neuen, offenen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und zielorientiert zu handeln. Werte und Kompetenzen sind somit untrennbar miteinander verbunden und geben uns erst im Zusammenspiel die Handlungsfähigkeit, die in der modernen Arbeitswelt von kompetenten Akteuren erwartet wird.

Experten-Werkstätten mit zielorientierten Workshops

Nach einer ausgiebigen Stärkung fanden am frühen Nachmittag die KODE® Experten-Werkstätten statt. Die Gäste des Brush Ups hatten die Wahl zwischen fünf vielversprechenden Workshops, in denen das jeweilige Thema unter Expertenanleitung kollaborativ vertieft wurde. Mit dem KODE® Spiel und Serious Games lag einer der Schwerpunkte in diesem Jahr ganz klar auf der spielerischen Entwicklung von Kompetenzen – für Einzelpersonen und im Team.

Aber auch die KODE® Brücke, das Kompetenz- und Wertemanagement sowie die Kompetenz- und Werteentwicklung wurden praxisorientiert thematisiert. Somit hat sich das Thema Werte sowohl beim Barcamp als auch beim Brush Up wie ein roter Faden durch die Veranstaltung gezogen. Das unterstreicht, dass Kompetenzentwicklung ohne Werteentwicklung kaum möglich ist.

Während des gemeinsamen Ausklangs bei Kaffee und Kuchen zeigten sich alle Teilnehmer des diesjährigen Brush Ups begeistert von der Mischung der ausgewogenen Tagesordnungspunkte und nicht zuletzt von der stilvoll eingerichteten Location in den Design Offices sowie vom aufmerksamen Service des Personals.

Man war sich einige, dass das fast schon traditionelle Treffen der KODE®-Familie auch im nächsten Jahr wieder zum Pflichtprogramm für alle gehört, die sich rund um das Thema Werte und Kompetenzen austauschen, vernetzen und weiterentwickeln wollen.

 

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